Industrielle Werkstatt mit einem Arbeiter, der einen weißen Schutzhelm trägt und ein Klemmbrett hält, und Schweißarbeiten hinter Absperrband beobachtet.

FBFHB-008: Erlaubnisschein für Schweiß-, Schneid-, Löt-, Auftau- und Trennschleifarbeiten

Die Handlungshilfe FBFHB‑008 der DGUV richtet sich an Unternehmer, Führungskräfte und Verantwortliche im Arbeits- und Brandschutz. Sie bietet einen praxisorientierten Leitfaden zur sicheren Organisation sogenannter Heißarbeiten, also Tätigkeiten, bei denen Funken, Hitze oder offene Flammen entstehen können.

Im Mittelpunkt steht ein standardisierter Erlaubnisschein, der die sichere Vorbereitung, Durchführung und Nachkontrolle von Schweiß-, Schneid-, Löt-, Auftau- und Trennschleifarbeiten unterstützt. Die Handlungshilfe ordnet diese Arbeiten systematisch in den betrieblichen Arbeitsschutz und insbesondere in die Gefährdungsbeurteilung ein.

Die Vorlage des Erlaubnisscheins FBFHB‑008 betrachtet dabei zentrale sicherheitsrelevante Einflussfaktoren, unter anderem: Brand- und Explosionsgefahren, Funkenflug und Wärmestrahlung, brennbare Stoffe und Arbeitsumgebung, technische und organisatorische Schutzmaßnahmen sowie die Zusammenarbeit mit Fremdfirmen.

Für die sichere Durchführung von Heißarbeiten erläutert die Handlungshilfe:

  • die jeweilige Gefahrenlage, beispielsweise durch entzündliche Materialien oder angrenzende Brandabschnitte,
  • mögliche Auswirkungen auf Beschäftigte, Betriebsmittel und Gebäude,
  • grundlegende rechtliche Anforderungen aus Arbeits- und Brandschutz,
  • empfohlene technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen, sowie
  • weiterführende Hinweise und Verknüpfungen zu einschlägigen DGUV-Regelwerken und Informationsschriften.

Durch diesen strukturierten Ansatz unterstützt die FBFHB‑008 Unternehmen insbesondere in folgenden Punkten:

  • Systematische Gefährdungsbeurteilung: Heißarbeiten werden nicht als Routine, sondern als besondere Gefährdung betrachtet und nachvollziehbar bewertet. Risiken wie Brandentstehung, Explosion oder Nachzündungen lassen sich so gezielt erkennen und reduzieren.
  • Maßnahmenorientierte Umsetzung: Der Erlaubnisschein hilft dabei, notwendige Schutzmaßnahmen klar festzulegen, Verantwortlichkeiten zu definieren und Abläufe verbindlich zu regeln – vor, während und nach den Arbeiten.
  • Rechtssicherheit schaffen: Eine dokumentierte Freigabe von Heißarbeiten zeigt im Schadensfall, dass organisatorische Pflichten ernst genommen und geeignete Schutzmaßnahmen umgesetzt wurden.
  • Schutz von Mitarbeitenden und Betrieb: Strukturierte Abläufe reduzieren Unfall- und Brandrisiken, vermeiden Produktionsausfälle und schützen Sachwerte sowie das Unternehmensimage nachhaltig.

Damit liefert die FBFHB‑008 „Erlaubnisschein für Schweiß-, Schneid-, Löt-, Auftau- und Trennschleifarbeiten“ eine praxisnahe Grundlage, um Heißarbeiten sicher, nachvollziehbar und rechtssicher zu organisieren und die Sicherheitskultur im Unternehmen gezielt weiterzuentwickeln.

Unsere Unterstützung für Ihr Unternehmen.

Wir begleiten Unternehmen dabei, die Anforderungen der FBFHB‑008 sinnvoll in die betriebliche Praxis zu integrieren. Dazu gehören unter anderem die Anpassung des Erlaubnisscheins an Ihre Arbeitsabläufe, die Einbindung in bestehende Prozesse wie Instandhaltung oder Fremdfirmenmanagement sowie Schulungen und Unterweisungen für Führungskräfte und Beschäftigte. Ziel ist ein System, das nicht nur formal existiert, sondern im Arbeitsalltag wirksam gelebt wird.