Nahaufnahme eines blauen Auges mit langen Wimpern, leuchtendes blaues Bokeh; neonfarbiges medizinisches Symbol mit einem Kreuz und einem Auge oben links.

EMKG-Modul „Augen“ – gezielter Schutz für das empfindlichste Sinnesorgan

Gefahrstoffe können schnell gefährlich werden – insbesondere, wenn sie mit den Augen in Kontakt kommen. Dennoch stand der gezielte Schutz dieses empfindlichen Organs bislang selten im Mittelpunkt der Praxis. Mit dem neuen EMKG-Modul „Augen“ ändert sich das: Es bietet eine klare, praxisnahe Orientierung, wie Beschäftigte vor schädigenden Einwirkungen auf die Augen geschützt werden können.

Erweiterung der EMKG-Systematik

Das neue Modul ergänzt die bewährte EMKG-Struktur um einen entscheidenden Aspekt. Neben den bisherigen Bereichen „Einatmen“, „Haut“ sowie „Brand und Explosion“ wird nun auch das Risiko für die Augen systematisch bewertet. Schritt für Schritt führt das Konzept durch drei Kriterien – GefährlichkeitsgruppeMengengruppe und Freisetzungsgruppe – bis eine der beiden Maßnahmenstufen erreicht ist.

Zwei Maßnahmenstufen und praktische Unterstützung

In Maßnahmenstufe 1 genügen die grundlegenden Schutzstandards.
In Maßnahmenstufe 2 sind weitergehende Maßnahmen, wie der Einsatz geeigneter Schutzbrillen, verpflichtend.

Das Modul bleibt dabei nicht theoretisch: Es unterstützt gezielt bei der Auswahl der passenden Schutzbrille und zeigt erstmals eine einfache, nachvollziehbare Möglichkeit auf, wann und wo Augenspüleinrichtungen erforderlich sind. Damit wird der Schritt von der Bewertung zur praktischen Umsetzung deutlich erleichtert – ein echter Fortschritt für den Arbeitsschutz.

Grundlage und Bedeutung für die Praxis

Die Empfehlungen beruhen auf den überarbeiteten Leitfäden „Augenschutz“ (2020) und „Augenspüleinrichtungen“ (2021), die den aktuellen Stand der Technik und neue Praxiserfahrungen berücksichtigen.
Das Einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG) ist eine bewährte und anerkannte Methode, um Gefährdungen durch Gefahrstoffe systematisch zu beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten.
Mit dem neuen EMKG-Modul „Augen“ wird dieses Konzept um einen entscheidenden Baustein erweitert – und trägt dazu bei, dass Sicherheit künftig auch dort beginnt, wo der Mensch am empfindlichsten ist: im Auge.

Wie unterstützt die Ingenieurbüro Bromberger GmbH?

Als Partner für Arbeitssicherheit unterstützen wir Betriebe bei der Einführung und Anwendung des EMKG, insbesondere bei der Umsetzung des neuen Moduls „Augen“. Dabei profitieren unsere Kunden von unserer langjährigen Erfahrung in den Bereichen GefahrstoffbewertungHautschutzEinatmen sowie Brand- und Explosionsschutz. Wir bieten:

  • Erstellung und Pflege des Gefahrstoffverzeichnisses – transparent, vollständig und rechtssicher.
  • Erstellung praxisgerechter Betriebsanweisungen für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen.
  • Durchführung der EMKG-Bewertung, einschließlich des neuen Moduls „Augen“.

Sprechen Sie uns an – wir begleiten Sie auf dem Weg zu einem sicheren und praxisgerechten Gefahrstoffmanagement.